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Donnerstag, den 29. Juli 2010 um 08:17 Uhr

Der selbst gedrehte Film Featured

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Um selber Musik zu machen, die einen professionellen Touch hat, gibt es etliche Programme, mit denen man seinen eigenen Style kreieren, Songs zusammen mixen oder Instrumente und Rhythmus hinzufügen kann. Auch die Programme, mit denen man Videos schneiden und zusammenfügen kann, sind recht umfangreich. Wir versuchen, Euch heute einen kleinen Einblick in die Welt der Schnittprogramme zu geben.

Kamera

Vor dem Schnitt sollte der Film jedoch gedreht werden. Dazu sollte auch eine halbwegs vernünftige Kamera schon Pflicht sein. Bei einem Video von einem Handy ist meistens auch mit diversen Programmen wenig machbar, um das Material qualitativ aufzuwerten. Somit ist eine Digicam schon sinnvoll. Besser wäre hier natürlich ein Camcorder. Dabei sollte auf die Pixelanzahl geachtet werden, wobei 7-10 Megapixel ausreichen. Bei 14 Megapixeln kann es zu Pixelfehlern kommen und das Bild wird wieder schlechter. Auch der Zoom ist von Bedeutung, wobei der Fokus auf dem optischen Zoom liegt. Außerdem sollte eine integrierte Bildstabilitätsfunktion vorhanden sein, sonst wird ein Stativ benötigt, wenn das Bild nicht verruckeln soll.

Free Software

Jaja, ich weiß: Vor allem ist der Kostenfaktor ein wesentlicher Punkt. Die Meisten wünschen sich ein kostenloses Downloadprogramm. Dabei muss aber gesagt werden, dass hier die Wahl etwas eingeengt wird. Den Windows Movie Maker haben die meisten von vornherein schon an Bord. Die aktuelle Windows Live Movie Maker-Version hingegen nicht mehr, da diese nur mit einem Live-Paket kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden kann.

Die älteren Versionen, bei denen es sich noch um den „normalen“ Movie Maker handelt, finden immer noch großen Anhang, da aufgrund der vielen Möglichkeiten aber einfachen Handhabung (einige Arbeitsschritte werden vom Programm automatisch übernommen) auch der Laie ohne Probleme Videos bearbeiten kann. Mit einem Storyboard wurde die Übersichtlichkeit zusätzlich erhöht. Durch die Integration in das Live-Paket sind komischerweise diverse Funktionen verschwunden und man kann sagen, dass der Windows Live Movie Maker nur noch ein verbessertes Bildpräsentationsprogramm ist.

Aber nun zu den interessanteren Programmen. Wer sich auf das Schneiden von einem Video beschränken will, der wird vom Free Video Dub zufriedengestellt. Wenig Features, dadurch sehr übersichtlich und einfach per Mausklick den gewünschten Teil des Videos löschen. Allerdings ist das meiner Meinung nach etwas dürftig an Optionen. Besser ist da wohl der VideoPad Video Editor, der neben Schneiden auch verschiedene Effekte für Tonübergänge und Video-/Bildübergange bereithält. Für den Heimbedarf ein völlig ausreichendes Instrument und auch der unerfahrene User wird sich zurechtfinden. Auch VirtualDub ist ein recht einfach gehaltenes Programm zu Videobearbeitung. Flexible Prozessornutzung ist hierbei ein entscheidender Vorteil, um langwierige Prozesse angenehm im Hintergrund laufen lassen zu können. Außerdem können Bild- und Tonsequenzen mit Filtern bearbeitet werden oder neu komprimiert werden.

Professionelle Software

Wer wirklich professionell Bilder oder Videosequenzen zusammenfügen will, sollte sich aber überlegen, ob er nicht doch eher eines der vielen kostenpflichtigen Programme holt, mit denen wesentlich mehr Möglichkeiten bestehen. Vorab gibt es zu den meisten auch Testversionen als Download, damit man nicht die Katze im Sack kauft, wobei das bei manchen Preisen eh schon ausgeschlossen ist. Da wäre zum Beispiel Vegas 8.0.217 Pro, welches keine Wünsche offen lässt. Sony Vegas eignet sich hervorragend, um Videos ein qualitativ hochwertiges Ergebnis zu erzielen. Aber nicht nur Videomontage ist möglich, auch die Vertonung lässt durch die umfangreiche Palette an Features keine Wünsche offen. Sogar Streaminginhalte und Rundfunkinhalte lassen sich bearbeiten und einbauen.

Auch Adobe After Effects Professional ist ein Programm, welches für die Nacharbeit an Filmen keine Wünsche offen lässt. Ob Animationen eingefügt oder Spezialeffekte den selbst gedrehten Film zum Science-Fiction-Highlight lassen werden sollen. Es sollte aber auch gesagt werden, dass diese beiden von sich aus schon sehr leistungsstarke Programme sind und wer ein Mal im Jahr sein Urlaubsvideo aufwerten will, ist definitiv bei den Programmen für den Heimbedarf besser aufgehoben sein, auch vom Kostenfaktor her (gerade bei Adobe After Effects Professional). Was anschließend zu einem gelungenen Filmabend dazugehört, haben wir auch schon vor Kurzem angeschnitten.

 

Fotos: Flickr/JoshuaDaviesPhotography (Camcorder), Flickr/Loopsta (Filmstreifen)

Letzte Aktualisierung am Montag, den 02. August 2010 um 11:50 Uhr

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