In Vincent will meer wird dieser nach dem Tod seiner Mutter vom Vater (Heino Ferch) in eine Psychatrie abgeschoben. Die Beziehung zwischen Vincent (Florian David Fitz) und seinem Vater wird gleich in der ersten Szene deutlich, als Vincent auf der Beerdigung seiner Mutter einen durch sein Tourette verursachten Tick bekommt und von seinem Vater nur einen verachteten Blick erntet. In der Einrichtung trifft Vincent auf Alexander (Johannes Allmayer) und Marie (Karoline Herfurth). Das Gespann aus Ticks, Zwangsneurotik und Magersucht macht sich auf den Weg ans Meer, um der verstorbenen Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen: noch einmal das Meer zu sehen. Dabei stehlen sie das Auto der Leiterin der Anstalt. Klar bleibt das nicht unbemerkt und so kommt, die doch leicht vorhersehbare Handlung ins Rollen.
Dialoge und Bilder finden im Film ein gutes Gleichgewicht. Ganz spontan habe ich zu Vincent will meer Folgendes im Kopf. Vicent’s persönliche Definition seiner Krankheit. Im Film erklärt er seine unkontrollierten Zuckungen so: „Ey, ich habe einen Clown im Kopf, der mir ständig zwischen die Synapsen scheißt. Der mich immer zwingt, genau das zu machen, was ich gerade am wenigsten gebrauchen kann.“ Dieser Spruch hat im Saal für lautes Lachen gesorgt.
Gestern Abend nach dem Film lief dann, was für ein Zufall, auch noch Zimmer frei und Florian David Fitz war zu Gast. In meinen Augen hat er die Rolle des Vincent wirklich perfekt gespielt, denn im Gespräch mit Götz Alsmann und Christine Westermann habe ich wirklich das eine oder andere Mal auf einen kleinen „Ausraster“ wie im Film gewartet.












